Servus Wien 🇦🇹

Für 14 Schüler:innen unserer Schule heißt es bald: Vorhang auf für ein echtes Abenteuer! In diesem Jahr nehmen Antonia v. B., Dora, Pauline, Florian, Yusuf, Anika, Noah, Jana, Clemens, Antonia G., Octavio, Luana, Luisa und Julius an unserem Erasmus+ Projekt „Europäisches Praktikum“ in Wien teil.
Schule gegen Arbeitsplatz getauscht
Vom 15.06.2026 bis zum 26.06.2026 tauschen die Jugendlichen die Schulbank gegen die echte Arbeitswelt. Sie werden direkt in Wiener Unternehmen mitarbeiten und wertvolle Praxisluft schnuppern.
Ein riesiges Dankeschön!
Ein solches Projekt ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Ohne die finanzielle Unterstützung durch Erasmus+ und das großartige Engagement der Betriebe vor Ort in Wien wäre diese Erfahrung schlicht nicht durchführbar.
Aus diesem Grund möchten wir uns ganz herzlich bei allen Firmen und Betrieben bedanken, die uns bei der Berufsorientierung unserer Schüler:innen so fantastisch unterstützen und ihnen diese Türen öffnen!
Seid live dabei!
Was erleben die Jugendlichen in der Großstadt? Wie meistern sie ihren ersten Arbeitstag? Die Schüler:innen werden hier auf unserem Blog regelmäßig von ihrem Alltag in Wien berichten. Schaut also öfter vorbei!
14.6.2026 Tag 1 – Anreise (Antonia G.)

Unser erster Tag der Praktikumsreise begann ziemlich früh. Die meisten von uns mussten schon um 5:30 Uhr aufstehen, um pünktlich am Flughafen zu sein. Um 7:00 Uhr haben wir uns dort getroffen. Trotz der frühen Uhrzeit lief alles problemlos und wir konnten entspannt starten.

Der Flug nach Wien verlief gut und wir sind sogar etwas früher als geplant gelandet. Auch unsere Koffer waren schnell da, sodass wir ohne Schwierigkeiten zu unserer Unterkunft fahren konnten. Dort haben wir uns erstmal eingerichtet und besprochen, was wir noch einkaufen oder organisieren müssen.

Später sind wir mit unserer WG in die Stadt gefahren und haben uns ein wenig umgesehen. Am Abend haben wir uns dann beim Public Viewing das Deutschlandspiel angeschaut. Natürlich haben wir uns sehr über den Sieg gefreut. Danach haben wir noch eine Runde Billard gespielt und sind anschließend einkaufen gegangen.

Insgesamt war es ein sehr langer, aber auch schöner erster Tag. Wir haben schon viele Eindrücke gesammelt und ich freue mich darauf, was wir in den nächsten Tagen noch erleben werden.

15.6.2026 – Tag 1 Kennenlernen (Antonia v. B.)

Blogeintrag Antonia v. B.

Heute war mein erster Tag beim Praktikum, das ich bei der EOD Munitionsbergung absolviere. Um 6:00 Uhr startete der Tag. Ich habe gefrühstückt und mich dann um 6:45 Uhr auf den Weg gemacht. Nach ca. einer Stunde kam ich beim Betrieb an. Ich wurde von allen wirklich herzlich aufgenommen.
Nach einem kurzen Überblick über die Geschäftsstelle, die aktuell in einem Pavillon untergebracht ist, bekam ich eine Grundbelehrung. Diese beinhaltete nicht nur Rechtliches, sondern auch einen Überblick darüber, was das Unternehmen genau macht. Kurz darauf bekam ich eine Arbeitshose und eine Warnweste. Diese brauchte ich anschließend für die Baustelle.
Auf der Baustelle angekommen, hatte ich die Möglichkeit, ein bestimmtes Gerät im Einsatz zu sehen, welches Eisen mithilfe von Magneten aus Sand herausfiltert. So kann Munition entdeckt und später entschärft werden. Es wurden tatsächlich auch sechs Patronen gefunden.
Wieder zurück in der Geschäftsstelle habe ich einige Aufgaben im Büro bearbeitet und beispielsweise Akten sortiert. Um 15:30 Uhr hatte ich dann Feierabend und machte mich auf den Heimweg. Eine Stunde später kam ich zu Hause an und ging direkt mit meinen Mitbewohnerinnen für die nächsten Tage einkaufen. Zurück in der WG ruhte ich mich ein wenig aus, während die anderen das Abendessen kochten.
Um ca. 18:45 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zur Donauinsel, wo wir Herrn Dudzus, Frau Spyra und die anderen Teilnehmer trafen, um ein wenig über den Tag und unsere bisherigen Erfahrungen zu sprechen. Danach wurden wir entlassen und konnten uns bei Interesse noch einen schönen Abend in der Stadt machen oder nach Hause gehen. Da ich vom Tag sehr erschöpft war, entschied ich mich fürs Nachhausegehen, wo ich gemeinsam mit zwei meiner Mitbewohnerinnen noch die Küche aufräumte. Jetzt schaue ich die Fußball-WM, während ich diesen Blogbeitrag schreibe und den ersten Tag ausklingen lasse.

16.6.2026 – Tag 3 Jede Menge Theater (Luisa Göhre)

Heute war mein erster richtiger Arbeitstag in der Kostümabteilung des Theaters an der Wien. Meine Aufgabe war es, die Abteilung aufzuräumen und zu sortieren – klingt erstmal nicht besonders spannend, war es aber. Überall lagen Stoffe in allen möglichen Farben und Texturen, und ich habe dabei wirklich viel gelernt. Man merkt schnell, wie viel Wissen in so einer Abteilung steckt.

Zwischendurch durfte ich zuschauen, wie Kostüme für Beauty and the Beast hergestellt wurden – das war wirklich beeindruckend. In der Mittagspause habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die ihr Praktikum in der Nähe macht, und wir sind zusammen in ein Café gegangen. Am Nachmittag ging es dann weiter mit Stoffe etikettieren, und um 14 Uhr war mein Tag offiziell vorbei.

Auf dem Nachhauseweg habe ich noch einen kurzen Abstecher bei der Museumsinsel gemacht, bevor ich nach Hause gefahren bin, um einen Kuchen für eine Freundin zu backen, die am nächsten Tag Geburtstag hatte.

Abends sind wir dann alle zusammen durch Wien gelaufen, auf dem Weg zum Eis. Wir kamen an der Albertina vorbei, durch die Gassen der Innenstadt, und dann plötzlich: Auf dem Karlsplatz, direkt vor der beleuchteten Karlskirche, haben Menschen miteinander getanzt – Tango, mitten in der Stadt. Das war so ein Moment, bei dem man kurz stehen bleibt und denkt: Okay, Wien ist schon ziemlich besonders.

Danach sind wir zum Schloss Belvedere gefahren und haben den Sonnenuntergang angeschaut. Das Schloss mit der Kaskadentreppe und dem Wasser davor war wunderschön, auch wenn der Himmel schon ziemlich bewölkt war. Zum Abschluss gab es noch Eis in der Kärntner Straße, und dann sind wir zusammen in der Wiener Abendluft nach Hause gefahren.

Insgesamt war es ein langer, aber wirklich schöner Tag – man merkt, dass Wien eine Stadt ist, in der immer irgendwo etwas passiert.

17.6.2026 – Tag 4 Office-Day (Noah)

Heute habe ich den dritten Tag meines Wien-Praktikums in einer privaten Hausverwaltung verbracht – und im Anschluss noch einiges von der Stadt gesehen. Hier ein kurzer Rückblick auf den Tag.
Vormittag: Aktenordnung in der Hausverwaltung
Um 10 Uhr habe ich mit der Arbeit begonnen. Zunächst habe ich Ordner durchgesehen und aufgeräumt: Unterlagen, die keine Rechnungen waren, habe ich aussortiert und entsprechend entsorgt beziehungsweise geschreddert. Dabei sind mir einige interessante Dinge aufgefallen – zum Beispiel Angaben dazu, wie viel Menschen verdienen, und vor allem die Mietverträge
selbst, die ich mir genauer angesehen habe. Das hat mir einen spannenden Einblick in die praktische Seite der Immobilienverwaltung gegeben.
Nach einer kurzen Mittagspause mit einem Matcha habe ich mich mit meiner Chefin über den Betrieb unterhalten – es handelt sich um eine private Hausverwaltung. Anschließend habe ich mit dem Chef über Immobilien in Berlin gesprochen und darüber, wie sich der dortige Markt im Vergleich darstellt.
Danach habe ich noch Baupläne sortiert, wie auf dem Foto unten zu sehen ist. Um 15 Uhr war für mich Feierabend.
Nachmittag: Museum, Freunde und das Hundertwasserhaus
Nach der Arbeit bin ich mit einem Freund ins Naturhistorische Museum gegangen. Da ich mich für Dinosaurier interessiere, fand ich den Besuch besonders spannend – die prunkvolle Architektur des Museums selbst war ebenfalls beeindruckend.
Anschließend sind wir nach Hause gegangen und haben dort gegessen. Danach haben wir uns mit unserem Lehrer, Herrn Dudzus, getroffen und sind gemeinsam zum Hundertwasserhaus gefahren – ein wirklich schöner Abschluss. So ist auch dieser Tag in Wien zu Ende gegangen.

18.6.2026 – Tag 5  voller Energie (Yusuf)

Morgens: Wecker um 7:45, kurz gefrühstückt und dann raus. Mit der Straßenbahn Richtung Innenstadt, Wien läuft früh an. Am Hof 6, das Büro der Verbund AG, ist gut zu erreichen, man ist schnell mitten in der Stadt. Im Büro erst mal Kaffee geholt und geschaut, was heute ansteht. Dann gleich zwei Meetings hintereinander, im ersten ging es um allgemeine Updates, im zweiten konkreter um laufende interne Projekte. Danach Mittagspause, eine Stunde durchatmen.

Am Nachmittag war dann mehr Zeit zum Arbeiten. Ich habe im SAP-System gearbeitet, mich mit Prozessoptimierung beschäftigt und mir angeschaut, wie KI im Unternehmen konkret eingesetzt wird. Dazu kamen noch weitere interne Themen sowie ein paar Tasks, die ich vorbereitet und fertiggestellt habe.

Abends: Nach der Arbeit sind wir zuerst in die Albertina gegangen. Die Monets haben mich am meisten beeindruckt, man kennt die Bilder, aber wenn man davor steht ist das nochmal was anderes. Daneben gab es abstrakte Werke und einen Gewölberaum mit Op-Art, der durch den Kontrast zur alten Architektur richtig gut gewirkt hat. Danach noch kurz mit dem begleitenden Lehrer zusammengesetzt, bevor der Abend mit einer Runde Billard abgeschlossen wurde. Ein entspannter Ausklang nach einem vollen Tag.

19.6.2026 – Tag 6 Frei(er)tag (Pauline)

Der heutige Freitag in Wien begann für mich um 9:30 Uhr. Da ich nicht zur Arbeit – für mich das Boutiquehotel Stadthalle – musste, konnte ich frei entscheiden, wie ich meinen Tag gestalte. Gemeinsam mit einigen Mitschülern, die ebenfalls frei hatten, bin ich dann nach dem Frühstück in die Stadt gefahren, wo wir die Kaiserliche Schatzkammer besuchten.
Zu unserem Glück war der Eintritt kostenlos, und wir konnten bei der Hitze in Wien doch noch ein wenig Kultur erleben. Im Anschluss haben wir uns dann mit unserem Mittagessen in den Rathauspark gesetzt und die gemeinsame Zeit in der Sonne genossen.
Danach haben die anderen sich auf den Weg zur Donauinsel gemacht, um dort baden zu gehen. Ich hingegen bin noch etwas in der Stadt geblieben und habe mir die beeindruckende Wiener Architektur weiter angesehen.
Der Tag wurde dann mit einem gemeinsamen Abendessen in unserem Appartement beendet.
Insgesamt war der Tag ein Kontrast zu meinen Arbeitstagen zuvor. In der ersten Woche war ich nämlich bei meinem Praktikum im Hotel im Service und im Housekeeping beschäftigt. Hierbei habe ich beispielsweise beim Ab- und Aufräumen während und nach dem Frühstück geholfen. Außerdem habe ich auch beim Vor- beziehungsweise Nachbereiten der Zimmer geholfen und die besonderen Seiten der Hotellerie kennengelernt.
20.6.2026 – Tag 7 Bergfest mit WM (Octavio)
Heute war mein erster richtiger Entspannungstag nach einer intensiven ersten Woche bei der Siemens AG Österreich. Eigentlich war geplant, in einer großen Gruppe für einen Kurztrip nach Bratislava zu fahren, aber wie das oft so ist, haben sich die Pläne am Wochenende ein wenig zerstreut. Ich habe den Vormittag stattdessen genutzt, um nach den anstrengenden Tagen erst einmal in Ruhe auszuschlafen. Erst am Nachmittag ging es trotz der drückenden Hitze von 34 Grad nach draußen für einen ausgiebigen Spaziergang entlang der prachtvollen Burgringstraße. Das eigentliche Highlight wartete aber am Abend: Spät, um 21 Uhr, kamen wir als gesamte Gruppe wieder zusammen, um auf dem Sankt-Ulrichs-Platz beim Public Viewing das WM-Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste zu verfolgen – die Stimmung mitten in Wien war wirklich großartig.
Die Tage davor bei Siemens waren ohnehin vollgepackt mit neuen Eindrücken. Wir haben einen spannenden Einblick in die Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik bekommen und uns intensiv mit der Funktion von Halbleitern beschäftigt. Auf den ersten Blick erinnerte mich vieles an unseren klassischen Physikunterricht an der Werner-von-Siemens-Schule, allerdings hat das Praktikum hier eine völlig andere Anwendungsrelevanz. Man merkt schnell, wie viel Praxiswissen in so einem Betrieb steckt, wenn man die Theorie plötzlich Eins zu eins umsetzen darf.
Unser Alltag bestand vor allem darin, komplexe Schaltungspläne zu verstehen und die entsprechenden Schaltungen selbstständig aufzubauen. In den ersten Tagen haben wir dafür noch mit modernen, aber uns vertrauten Steckplatten gearbeitet. Ab dem dritten Tag ging es dann tiefer in die Materie: Wir haben die Funktionsweise von Transistoren kennengelernt und angefangen, mit kleinen Protoboards zu arbeiten. Es war faszinierend zu sehen, wie die Prototypen dadurch Schritt für Schritt kompakter und gleichzeitig effizienter wurden. Zum Abschluss der Woche durften wir noch eine Präsentation über das Leben in Berlin vor den lokalen Auszubildenden halten.

21.6.2026 – Tag 8 Vienna Summer (Clemens)

Nach einer anstrengenden Woche mit wenig Schlaf, viel Kaffee und einer langen Public-Viewing-Nacht mit knackigem 2:1 gestern, durfte heute endlich ausgeschlafen werden – Aufstehen erst um 9:30 Uhr. Bei 35 Grad und strahlendem Sonnenschein stand ein freier Tag auf dem Programm.
Los ging es mittags mit einem Besuch im Kunsthistorischen Museum, wo wir uns einige der beeindruckenden Ausstellungen angesehen haben – ein echtes Highlight für Kunst- und Geschichtsinteressierte. Im Anschluss gönnten wir uns eine kleine Stärkung, bevor es am späteren Nachmittag weiter in ein Freibad außerhalb von Wien ging, mit herrlichem Blick über die Skyline und der perfekten Abkühlung bei der Hitze.
Zwischendurch wurde im 17. Bezirk ein Döner für 4,60 € getestet, bevor es am Abend zuhause selbstgekochtes Hähnchen mit Reis und Soße gab. Jetzt heißt es aber noch ein bisschen entspannen und bald ab ins Bett, denn in knapp 6 Stunden wartet für viele schon wieder die Arbeit der nächsten Woche.
22.6.2026 – Tag 8 Beginn Woche 2 (Dora)
Heute klingelte der Wecker wie immer um 5:30 Uhr. Um 7 Uhr stehen Clemens und ich in unserer Arbeitskleidung im Speisesaal von Ribelli. Das Frühstück wird hier vorab gebucht, sodass wir immer gut einschätzen können, wie viele Menschen beim Frühstücksbuffet sein werden. Heute war es mit 97 Leuten sehr entspannt – im Gegensatz zu Sonntag, als es über 200 Voranmeldungen gab.
Wir verbringen die Zeit mit dem Abräumen und Neueindecken der Tische. Das geht ziemlich schnell und stressig wird es nur, wenn alle Gäste auf einmal gehen. Dies war heute aber nicht der Fall. Um 10:30 Uhr machen wir das Buffet zu und bereiten uns auf das Mittagessen vor.
Für 12 Uhr waren zwei Gruppen geplant: einerseits ein Zehnertisch und andererseits ein Geburtstagslunch für einen der Mitarbeiter. Gruppen bestellen schon im Voraus und kriegen somit keine Speisekarte, sondern gleich große Essensplatten, die sie sich untereinander aufteilen. Deswegen bereiten wir diese Tische auch extra vor und stellen die Teller schon bereit. An den normalen Tischen richten wir sonst nur das Besteck und die Gläser her.
Als wir um 12 Uhr das Restaurant wieder öffneten, kamen schon die Gäste und wir brachten das Essen. Bei ein paar einzelnen Gästen haben wir auch Bestellungen aufgenommen. Montags ist es meist nicht so voll. Deswegen war es, nachdem die Gruppen fertig waren, sehr entspannt und wir hatten Zeit, um das Restaurant für den Abend und für morgen vorzubereiten.
Dazu gehört das Falten von Servietten, das Einpacken von Besteck in die Frühstücksservietten, das Abwaschen und Verstauen der Gläser sowie weitere Aufgaben. Währenddessen haben wir natürlich auch immer ein Auge auf das Restaurant und gucken, ob die Gäste irgendetwas brauchen oder etwas abgeräumt werden muss. Dabei kann man sich dann auch immer nett unterhalten, vor allem wenn man gerade zusammen an einer Aufgabe sitzt. Um Punkt 15:30 Uhr sind wir freigestellt. Nachdem wir uns von allen verabschiedet haben, ziehen wir uns um und verlassen das Gebäude durch den Mitarbeiterausgang. Danach traf ich mich mit einer Freundin und wir sind zusammen zum Café Sacher gegangen um einmal die Original Torte zu probieren. Im Endeffekt haben wir uns zwar für verschiedene Dinge entschieden, es war jedoch trotzdem sehr lecker, nur auch sehr teuer.
Anschließend wollten wir uns direkt beim Public Viewing von dem Argentinien vs. Österreich Spiel mit den anderen treffen. Wir waren schon etwas früher da und bemerkten das man dort nur mit Reservierung rein kam. Also mussten wir noch eine andere Lösung finden und haben uns zu letzt in einer kleinen Bar mit der ganzen Gruppe getroffen. Zusammen haben wir es uns schön gemacht und das Spiel verfolgt, am Ende kam auch Herr Dudzus dazu und wir haben noch weiter mit ihm geredet. Schließlich sind wir alle nach Hause gefahren um zu schlafen und uns auf den morgigen Tag vorzubereiten.
23.6.2027 – Tag 9  Fotolabor (Jana)
Heute klingelte mein Wecker glücklicherweise erst um 08:15 Uhr, da mein Arbeitstag erst um 10:00 Uhr begann. Eigentlich brauche ich nicht mehr als eineinhalb Stunden, um mich fertigzumachen und für den Weg, doch ich musste noch Zeit einplanen, um mein Meal-Prep vorzubereiten. Das Volkskundemuseum Wien, in dem ich mein Praktikum mache, ist momentan nämlich ausgelagert, da das eigentliche Museumsgebäude renoviert wird. Die Büros der Mitarbeiter und sogar kleine Teile der Sammlung befinden sich jetzt auf dem Otto-Wagner-Areal, das sich etwas außerhalb, am Stadtrand, befindet. Da es dort keine Möglichkeit zum Einkaufen gibt, muss ich immer daran denken, mir eigenes Essen mitzunehmen.
Der Arbeitstag begann dann für mich in der Fotosammlung des Museums. Meine Aufgabe war es, Negative, die dem Museum geschenkt worden waren und die ich in der letzten Woche bereits geordnet und kontextualisiert hatte, mit Inventarnummern zu versehen, damit sie offiziell in die Sammlung des Museums aufgenommen werden können. Danach unterstützte ich die Verantwortlichen für die Sammlung, indem ich ihnen ein Feedback gab, welche Objekte mich als Jugendliche am meisten interessieren und warum. So erhoffen sie sich, das Museum auch für diese Zielgruppe attraktiver zu gestalten.
Nach dem Mittagessen stießen wir mit den Kolleginnen und Kollegen im Garten an, denn zwei Kolleginnen hatten Geburtstag. Die Stimmung im Team war sehr gut und es gab leckeren Kuchen. Am Nachmittag bekam ich einen Überblick über die Bestände des Museums, die Inventarbücher und darüber, wie Objekte ins Museum gelangen. Besonders das Thema Provenienzforschung hat mich sehr interessiert. Nach meinem langen Arbeitstag fuhr ich direkt zum Prater, weil wir dort mit den anderen verabredet waren. Der riesige Platz mit den unzähligen Attraktionen und Fahrgeschäften war sehr beeindruckend. Die blinkenden Lichter und die schnellen Kurven waren fesselnd und man konnte gar nicht genug von ihnen bekommen. Mir fiel es sehr schwer, nicht mein ganzes Geld bei den Achterbahnen und Freefalltowern zu lassen. Für einen schönen Abschluss fuhren die meisten von uns noch eine Runde mit dem 95 Meter hohen Kettenkarussell, von dem man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt hatte. Jetzt sind wir alle müde, aber glücklich zusammen auf dem Heimweg.

24.6.2026 – Tag 10 Siemens meets school  (Florian)

Praktische Übung: OT-Security
Nach der Ankunft besprachen wir kurz den Tagesplan und starteten direkt mit einer praktischen Übung im Bereich OT-Security (Operational Technology Security).
Switch-Konfiguration und SPS-Anbindung
Wir konfigurierten zwei Netzwerk-Switches und verbanden sie mit einer SPS (speicherprogrammierbaren Steuerung). Durch die bisherige Praxis konnten wir diese Schritte heute deutlich sicherer und gezielter durchführen als noch zu Beginn des Praktikums.
VLAN-Einrichtung
Anschließend richteten wir erneut VLAN 1 und VLAN 10 ein – zwei voneinander isolierte Netzwerksegmente innerhalb eines einzigen physischen Netzwerks. Was anfangs komplex wirkte, ist mittlerweile ein vertrauter Prozess, bei dem wir genau wissen, warum jeder Schritt wichtig ist.
Kontrollierte Netzwerkverbindung über einen Router
Im letzten Schritt stellten wir mithilfe eines selbst konfigurierten Routers eine gezielte Verbindung zwischen den beiden VLANs her. Diese Architektur ermöglicht es, im Ernstfall – etwa bei einem Sicherheitsvorfall – betroffene Datenbereiche zu isolieren und dennoch einen kontrollierten Datentransfer aufrechtzuerhalten.
Prüfungsvorbereitung und Präsentation
Den Abschluss des Arbeitstages bildeten die Vorbereitung auf eine Prüfung, die morgen stattfindet, sowie die gemeinsame Erarbeitung einer Präsentation für den Kurs.
Feierabend und Abend in Wien
Um 15 Uhr endete der Arbeitstag. Wir fuhren nach Hause und kochten gemeinsam – eine gute Gelegenheit, den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Am Abend trafen wir uns um 19:15 Uhr mit Herrn Dudzus beim Museum Albertina, um den Tag zu besprechen und Eindrücke auszutauschen. Danach erkundeten wir noch auf eigene Faust die Stadt und gönnten uns zum Abschluss ein Eis.

Fazit
Die Aufgaben, die zu Beginn des Praktikums noch neu und herausfordernd waren, gehen uns mittlerweile leicht und routiniertvon der Hand.

26.6.2026 – Tag 11 Ein Sommernachtstraum (Annika)

Mein Tag begann um 6:30 Uhr. Nachdem ich mich fertig gemacht hatte, fuhr ich zu meinem Praktikumsplatz im ZOOM Kindermuseum. Für den Weg benötige ich ungefähr eine halbe Stunde.
Als ich angekommen war, ging ich zunächst zum Empfang. Dort werde ich täglich einem der vier Bereiche zugeteilt: dem Ozean, der aktuellen Ausstellung (zurzeit die Donausstellung), dem Trickfilmstudio oder dem Atelier. An diesem Tag arbeitete ich im Trickfilmstudio.
Kurz darauf kamen bereits die ersten Kinder. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter von acht bis vierzehn Jahren. Zu Beginn erhielten sie eine Einführung in das Thema „KI – Kinderintelligenz“. Anschließend wurden die technischen Geräte erklärt, und die Kinder entwickelten in Gruppen eigene Geschichten anhand verschiedener Begriffe.
Danach zeichneten die Kinder ihre Figuren, die fotografiert und digital weiterverarbeitet wurden. Mithilfe von Tablets entstanden Bild für Bild kleine Trickfilme. Zum Schluss konnten die Kinder ihre Filme noch vertonen und mit Geräuschen ergänzen.
Ich war bei zwei Durchgängen dabei, die jeweils etwa 1 Stunde und 20 Minuten dauerten. Gegen 12:30 Uhr war mein Arbeitstag beendet, und ich fuhr zurück ins Apartment.
Dort bereiteten wir das Abendessen zu und räumten auf. Am Abend besuchten wir eine Theateraufführung. Eine andere Praktikantin, Jana, die ihr Praktikum im Volkskundemuseum Wien macht, war von ihrem Praktikumsplatz dazu eingeladen worden, und wir durften sie begleiten.
Die Aufführung fand unter freiem Himmel statt und erzählte eine Kriminalgeschichte, bei der sich das Publikum zwischen verschiedenen Spielorten bewegte. Nach der Vorstellung überlegten wir noch, das Deutschlandspiel beim Public Viewing anzuschauen. Letztendlich fuhren wir jedoch zurück ins Apartment und sahen das Spiel dort an.
26.6.2026 -nTag 12 UNO, UNO! (Julius)
Heute Morgen früher als sonst: Treffpunkt um 8:55 Uhr im Börsenviertel, eine halbe Stunde Weg – für die Verhältnisse dieses Praktikums ist das vergleichsweise früh. Wie jeden Tag kein Büro, sondern wieder ein neuer Ort. Dort traf ich wie immer Lena, Ambassadorin bei myAbility, diesmal mit ihrem Blindenführhund Sunny dabei. Lena kennt gefühlt die halbe Stadt persönlich.
Erstes Ziel: die Alte Börse, Haus der Philanthropie. Dort hat uns Michael, Direktor des Zero Project, erklärt, wie sein Team einen riesigen jährlichen Summit organisiert – tausende Besucherinnen und Besucher aus aller Welt und ein internationales Netzwerk, alles rund um das Thema Inklusion und Behinderung. Beeindruckend, mit wie viel Überzeugung und Aufwand das ganze gestemmt wird.
Weil dieser Summit jedes Jahr in der UNO-City stattfindet, ging es nachmittags genau dorthin. Wir haben eine Führung durch das UN-Gebäude in Wien bekommen – eines von vier weltweiten Hauptquartieren und Sitz der Atomenergiebehörde. Mitten in Wien und trotzdem offiziell internationales Terrain. Ein ziemlich surreales Gefühl.
Der Abschied danach war ehrlich gesagt schwer. Zwei Wochen, kaum ein Tag wie der andere, ständig neue Einblicke und Begegnungen. Das Praktikum war unglaublich abwechslungsreich – und der heutige letzte Tag hat das noch mal auf den Punkt gebracht.
27.6.2026 – Tag 13 Auf (ein) Wiedersehen, Wien! (Luana)
Heute stand leider schon die Heimreise an. Nach einer sehr kurzen Nacht klingelte heute besonders früh der Wecker, und es hieß: die letzten Sachen zusammenpacken, die Appartements leerräumen und die Koffer für die Abreise fertig machen. Kaum hatte man alles verstaut, machten wir uns auch schon gemeinsam auf den Weg zum Flughafen.
Nach dem Check-in ging es schließlich ins Flugzeug. Als wir abhoben, konnte man noch einmal einen letzten Blick auf Wien werfen. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie viele Erinnerungen ich mit nach Hause nehme.
Besonders mein Praktikum bei Siemens wird mir lange in Erinnerung bleiben. Dort konnten wir viele interessante Einblicke gewinnen und eine Menge Neues lernen. Da wir viel mit den Auszubildenden zusammengearbeitet haben, konnten wir einen guten Eindruck davon bekommen, wie die Ausbildung in einem großen Unternehmen abläuft und welche Aufgaben in den verschiedenen Bereichen anfallen. Die Zeit dort hat mir wirklich viel Spaß gemacht.
Aber auch abseits des Praktikums war diese Reise etwas Besonderes. Gemeinsam haben wir Wien erkundet, viele interessante Orte gesehen und jede Menge neue Erfahrungen gesammelt. Rückblickend waren diese zwei Wochen viel mehr als nur ein Praktikum – sie waren eine Zeit voller neuer Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse.